Notfall-Hinweis: Plötzlich starke Schmerzen im Bein, ein blasses oder kaltes Bein, Taubheit oder Lähmung können einen akuten Gefäßverschluss bedeuten. Schon eines dieser Zeichen reicht: Wähle sofort die 112.
Die Schaufensterkrankheit, fachlich periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), ist eine Durchblutungsstörung der Beine durch verengte Arterien. Typisch sind krampfartige Schmerzen in Wade, Oberschenkel oder Fuß beim Gehen, die nach kurzem Stehenbleiben wieder nachlassen, daher der Name. Ursache ist fast immer eine Arterienverkalkung. Die wichtigste Behandlung in den frühen Stadien ist ein strukturiertes Gehtraining, dazu der Rauchstopp und die Behandlung der Risikofaktoren. Wichtig zu wissen: Wer eine pAVK hat, hat auch ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Stand: Oktober 2026. Die Quellen sind unten verlinkt.
Auf einen Blick
- Was ist eine pAVK? Verengte oder verschlossene Arterien in den Beinen, bei etwa 95 von 100 Betroffenen durch Arterienverkalkung.
- Typisches Zeichen: Schmerz beim Gehen, der in Ruhe nach kurzer Zeit nachlässt. Lange Zeit gibt es oft gar keine Beschwerden.
- Wer ist betroffen? Geschätzt 15 bis 25 Prozent der Menschen ab 65 Jahren.
- Wichtigster Risikofaktor: Rauchen. Dazu Diabetes, Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, starke Nierenschwäche, Bewegungsmangel und starkes Übergewicht.
- Diagnose: Blutdruckmessung an Arm und Knöchel (Knöchel-Arm-Index), Gehtest, Ultraschall.
- Behandlung: strukturiertes Gehtraining, Rauchstopp, Behandlung der Risikofaktoren, Medikamente, in späteren Stadien Katheter-Eingriff oder Operation.
- Notfall: plötzlich starke Schmerzen im Bein, ein blasses oder kaltes Bein, Taubheit oder Lähmung: sofort 112.
Was ist die Schaufensterkrankheit?
Bei der pAVK sind die Arterien, die die Beine mit Blut versorgen, verengt oder verschlossen. Meist lagern sich Kalk, Blutfette, Blutgerinnsel und Bindegewebe an der Gefäßwand ab. Dann kommt bei Belastung nicht mehr genug Blut in den Muskel, er schmerzt. Bleibt man stehen, erholt er sich, und der Schmerz lässt nach. Weil Betroffene deshalb wie bei einem Stadtbummel immer wieder stehen bleiben, spricht man von der Schaufensterkrankheit.
Die pAVK ist eine chronische Erkrankung, denn die Arterienverkalkung dahinter ist nicht heilbar. Sie kann über viele Jahre stabil bleiben, sich aber auch verschlechtern. Weil die Verkalkung meist auch andere Gefäße betrifft, gilt eine pAVK als Warnzeichen für Herz und Gehirn: Laut gesund.bund.de sterben pro Jahr etwa 3 von 100 Menschen mit pAVK, meist an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Die pAVK ist etwas ganz anderes als Krampfadern oder eine chronische Veneninsuffizienz: Dort sind die Venen betroffen, die das Blut zum Herzen zurückbringen, bei der pAVK die Arterien, die es hinbringen.
Wadenschmerzen beim Gehen: pAVK oder etwas anderes?
Wadenschmerzen haben viele Ursachen. Die Leitlinie stellt der pAVK Erkrankungen gegenüber, die sich ähnlich anfühlen können (Differenzialdiagnose der Claudicatio, Tabelle 3-7). Einige davon:
| Ursache | Wo es wehtut | Woran man es erkennt |
|---|---|---|
| pAVK der Wade | Wadenmuskel | krampfartiger Schmerz, der nach ähnlicher Gehstrecke beginnt und beim Stehenbleiben schnell abklingt, die Körperhaltung spielt keine Rolle |
| pAVK von Oberschenkel und Gesäß | Gesäß, Hüfte, Oberschenkel | gleiches Muster, weiter oben |
| Chronisches Kompartmentsyndrom | Wadenmuskeln | enger, schneidender Schmerz nach starker Anstrengung wie Joggen, klingt sehr langsam ab, besser beim Hochlegen, vor allem bei sehr muskulösen Sportlern |
| Venöse Claudicatio | ganzes Bein, am stärksten in der Wade | enger, schneidender Schmerz nach dem Gehen, schnell besser beim Hochlegen, frühere tiefe Venenthrombose in Becken oder Oberschenkel, Hinweise auf eine verschlossene Vene, Schwellung |
| Nervenwurzelkompression | strahlt ins Bein aus | scharfer, einschießender Schmerz, ausgelöst durch Sitzen, Stehen oder Gehen, oft auch in Ruhe, besser bei Haltungswechsel, Rückenbeschwerden |
| Spinalkanalstenose | oft beidseits, Gesäß, Rückseite des Beins | Schmerzen und Schwäche, besser beim Vorbeugen der Lendenwirbelsäule |
| Baker-Zyste | Kniekehle, die Wade hinab | Schwellung und Druckschmerz, auch in Ruhe |
| Hüftarthrose | seitliche Hüfte, Oberschenkel | Schmerz nach unterschiedlich starker Belastung, klingt nur langsam ab, besser bei Entlastung |
Auch eine tiefe Venenthrombose kann Wadenschmerzen machen, etwa mit einer Schwellung an einem Bein. Das gehört sofort in ärztliche Abklärung.
Symptome
Lange macht eine pAVK keine oder nur leichte Beschwerden. Mögliche Anzeichen einer schlechten Durchblutung sind laut gesund.bund.de:
- blasse, bläulich marmorierte, dünne Haut
- ein kaltes Bein oder ein kalter Fuß
- Kribbeln („Ameisenlaufen“) oder Taubheit
- verlangsamtes Haarwachstum oder Haarausfall am Bein
Typisch sind krampfartige Schmerzen in Wade, Oberschenkel oder Fuß beim Gehen, manchmal erst nach längerer Strecke, manchmal schon nach wenigen Schritten. Schreitet die pAVK fort, tut das Bein irgendwann auch in Ruhe weh, besonders wenn es hochgelegt wird. Wunden am Fuß heilen schlechter, es können Geschwüre entstehen. Bekommt Gewebe kaum noch Sauerstoff, verfärben sich Stellen blau bis schwarz, oft zuerst an den Zehen. Bei Männern kann eine pAVK im Becken auch Erektionsprobleme verursachen.
Beinschmerzen nachts und die Schlafposition
Bei fortgeschrittener pAVK betreffen Ruheschmerzen laut Leitlinie meist den Vorfuß. Häufig lindert es, das Bein tief zu lagern. Manche lassen deshalb nachts das betroffene Bein aus dem Bett hängen oder merken, dass ein paar Schritte helfen. Das ist kein Schlaftipp, sondern ein Warnzeichen: Ruheschmerzen bedeuten bei der pAVK, dass das Bein selbst ohne Belastung nicht mehr genug Blut bekommt. Dass ein paar Schritte helfen, schließt eine pAVK laut Leitlinie nicht aus. Lass das noch am selben Tag ärztlich abklären.
Stadien nach Fontaine
In Deutschland wird die pAVK meist nach Fontaine eingeteilt. Die schmerzfreie Gehstrecke trennt dabei Stadium IIa und IIb:
| Stadium | Klinisches Bild |
|---|---|
| I | keine Beschwerden |
| IIa | Schmerzen beim Gehen, schmerzfreie Gehstrecke über 200 Meter |
| IIb | Schmerzen beim Gehen, schmerzfreie Gehstrecke unter 200 Meter |
| III | Schmerzen in Ruhe |
| IV | offene Stelle (Ulkus) oder abgestorbenes Gewebe (Gangrän) |
Die Stadien III und IV fasst die Leitlinie als kritische Extremitätenischämie zusammen (heute CLTI), das Spätstadium, umgangssprachlich oft Endstadium genannt, in dem das Bein bedroht ist. Dann soll laut Leitlinie schnellstmöglich ein Team aus verschiedenen Fachrichtungen entscheiden, ob die Durchblutung durch einen Eingriff wiederhergestellt werden kann (Empfehlung 4.2). International ist auch die Einteilung nach Rutherford gebräuchlich.
Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt fragt nach Beschwerden, Rauchen, Bewegung und Erkrankungen in der Familie und untersucht die Beine: Kühle, blasse oder bläuliche Haut und schwache oder fehlende Fußpulse sprechen für eine schlechtere Durchblutung.
Die wichtigste einfache Messung ist der Knöchel-Arm-Index (ABI): der Blutdruck am Knöchel im Verhältnis zum Blutdruck am Arm. Laut S3-Leitlinie gilt ein Wert von 0,9 oder darunter als beweisend für eine relevante pAVK (Empfehlung 3.6).
| ABI-Wert | Einordnung nach Leitlinie |
|---|---|
| über 1,3 | falsch hohe Werte möglich, etwa bei verkalkten Gefäßwänden |
| über 0,9 | Normalbefund |
| 0,75 bis 0,9 | leichte pAVK |
| 0,5 bis unter 0,75 | mittelschwere pAVK |
| unter 0,5 | schwere pAVK, Hinweis auf eine kritische Durchblutungsstörung |
Ergänzend gibt es einen Gehtest auf dem Laufband und einen Ultraschall der Arterien (Duplex-Sonografie), der zeigt, wo und wie stark sie verengt sind. Weil die Verkalkung meist nicht nur die Beine betrifft, werden auch Herz, Blutdruck und Blutzucker untersucht.
Menschen mit erhöhtem Risiko, etwa wer raucht, Diabetes hat oder eine pAVK in der Familie, wird laut gesund.bund.de geraten, sich auch ohne Beschwerden untersuchen zu lassen.
Behandlung
Die Behandlung hat laut Leitlinie je nach Stadium drei Ziele: in allen Stadien das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken, im Stadium II die Gehstrecke und Lebensqualität verbessern, in den Stadien III und IV das Bein erhalten.
Die Basis der Behandlung
Zur Basisbehandlung gehören laut Leitlinie das Gehtraining, Gewichtsreduktion bei Übergewicht, der Rauchstopp und die Behandlung von Bluthochdruck, erhöhtem Cholesterin und Diabetes. Cholesterinsenker gehören laut Leitlinie in jedem Stadium dazu, sobald Beschwerden bestehen meist auch Medikamente, die das Verklumpen der Blutplättchen hemmen. Sie verringern das Risiko für weitere Ablagerungen und Folgeschäden. Welche Medikamente Du brauchst, entscheidet Deine Ärztin oder Dein Arzt.
Strukturiertes Gehtraining
Gehtraining ist für die Stadien I und II gedacht und laut Leitlinie im Stadium II die wichtigste nichtmedikamentöse Behandlung. Strukturiertes Gehtraining unter qualifizierter Anleitung wirkt besser als Gehen ohne Plan und soll allen Menschen mit Schaufensterkrankheit als Teil der Basisbehandlung angeboten werden (Empfehlung 4.23), im Stadium II als erste Behandlung. Laut Leitlinie belegen mehrere Cochrane-Übersichten, dass Gehtraining die schmerzfreie und die maximale Gehstrecke verlängert.
Ist ein angeleitetes Training nicht möglich, ist laut Leitlinie ein Training zu Hause mit klaren Zielen und enger, zielorientierter Kontrolle, etwa der Schrittzahl per Schrittzähler, bei der Gehstrecke gleichwertig und sollte dann erwogen werden (Empfehlung 4.25). Eine reine Beratung oder ein Tagebuch ohne Schrittzahl reicht dagegen nicht. Die konservative Behandlung soll mindestens 3 bis 6 Monate dauern und dann neu bewertet werden.
Katheter-Eingriff oder Operation
Bessern sich die Beschwerden trotz Training und Behandlung nicht, kann eine Wiederherstellung der Durchblutung erwogen werden: Das verengte Gefäß wird mit einem Katheter aufgeweitet oder durch eine Operation überbrückt. Im Stadium der Schaufensterkrankheit muss vorher ausführlich über Nutzen und Risiken aufgeklärt werden. In den Stadien III und IV ist ein solcher Eingriff oft nötig, um das Bein zu erhalten.
Füße schützen
Schon im Frühstadium sind laut gesund.bund.de bequeme Schuhe, eine regelmäßige Kontrolle der Füße und medizinische Fußpflege wichtig, damit keine Wunden entstehen. Jede Wunde gehört in professionelle Behandlung.
Kompressionsstrümpfe bei pAVK?
Vorsicht. Kompressionsstrümpfe drücken auf das Bein und können eine ohnehin schlechte Durchblutung weiter verschlechtern. Die Kompressions-Leitlinie (AWMF 037-005, 2026) nennt eine fortgeschrittene pAVK als Gegenanzeige, etwa bei einem Knöchel-Arm-Index unter 0,5 oder einem Knöchelarteriendruck unter 60 mmHg (Empfehlung 31). Ist die pAVK weniger ausgeprägt, kann bei klarer Indikation, etwa einem gleichzeitigen Venenleiden, eine angepasste Kompression mit geringerem Druck unter ärztlicher Kontrolle möglich sein.
Hast Du eine pAVK oder schwache Fußpulse, lass deshalb vor jeder Kompression ärztlich prüfen, ob sie für Dich infrage kommt. Das gilt auch für frei verkäufliche Stützstrümpfe. Treten unter Kompression Blau- oder Weißfärbung, Kribbeln, Taubheit, Schwäche oder Schmerzen in Fuß oder Zehen auf, zieh die Strümpfe sofort aus und lass Dich untersuchen.
Was Du selbst tun kannst
- Mit dem Rauchen aufhören. Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor und macht einen schweren Verlauf wahrscheinlicher. Beratung, Kurse, Nikotinersatz oder Medikamente können helfen.
- Täglich gehen, am besten nach einem Plan und mit Schrittzähler, auch wenn es anfangs weh tut. Wie weit und wie oft, besprichst Du mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt. Hast Du Schmerzen in Ruhe oder eine offene Stelle am Fuß, trainiere nicht auf eigene Faust, sondern lass Dich zuerst ärztlich untersuchen.
- Füße jeden Tag anschauen, auf Druckstellen, Verletzungen und Verfärbungen.
- Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin einstellen lassen und die verordneten Medikamente nehmen.
- Auf ein gesundes Gewicht achten.
Wann zum Arzt?
| Situation | Was tun |
|---|---|
| Plötzlich starke Schmerzen im Bein, blasses oder kaltes Bein, Taubheit oder Lähmung | Sofort 112, Verdacht auf akuten Gefäßverschluss |
| Schmerzen im Bein auch in Ruhe, besonders nachts oder beim Hochlegen | Noch heute ärztlich abklären (Praxis oder Gefäßambulanz, außerhalb der Sprechzeiten 116117 oder Notaufnahme), möglicher Hinweis auf eine bedrohliche Durchblutungsstörung |
| Wunde am Fuß, die nicht heilt, oder dunkle Verfärbung an den Zehen | Noch heute ärztlich abklären, wie oben |
| Wadenschmerz beim Gehen, der im Stehen nachlässt | Termin in der Hausarztpraxis, gegebenenfalls Überweisung in die Gefäßmedizin |
| Du rauchst, hast Diabetes oder pAVK in der Familie, aber keine Beschwerden | Untersuchung beim nächsten Termin ansprechen |
Häufige Fragen
Woher kommen Wadenschmerzen beim Gehen? Eine mögliche Ursache ist die pAVK: Die verengten Arterien versorgen den Wadenmuskel bei Belastung nicht mit genug Blut, beim Stehenbleiben lässt der Schmerz nach. Weitere Ursachen sind laut Leitlinie unter anderem eine Nervenwurzelkompression, eine Spinalkanalstenose, eine Baker-Zyste, ein Kompartmentsyndrom bei Sportlern oder Venenprobleme. Ist eine Wade plötzlich geschwollen und schmerzhaft, kann es eine tiefe Venenthrombose sein, dann sofort ärztlich abklären.
Was ist die schmerzfreie Gehstrecke? Die Strecke, die Du gehen kannst, bevor der Schmerz einsetzt. Sie trennt die Stadien IIa (über 200 Meter) und IIb (unter 200 Meter) und wird oft auf dem Laufband gemessen. Ein Gehtraining kann sie laut Leitlinie verlängern.
Hilft Gehen wirklich, wenn es weh tut? Ja, in den Stadien I und II. Strukturiertes Gehtraining ist laut Leitlinie im Stadium II die wichtigste nichtmedikamentöse Behandlung und verlängert die schmerzfreie und die maximale Gehstrecke. Bei Schmerzen in Ruhe oder offenen Stellen am Fuß gilt das nicht, dann zuerst ärztlich abklären. Am besten wirkt es unter Anleitung oder zu Hause mit klaren Zielen und Schrittzähler. Wie Du trainierst, besprich mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.
Was ist die beste Schlafposition bei pAVK? Tut das Bein nachts weh und wird es besser, wenn es über die Bettkante hängt, kann das ein Warnzeichen einer fortgeschrittenen pAVK sein, keine Frage der Lage. Ruheschmerzen bedeuten bei der pAVK, dass das Bein selbst ohne Belastung nicht genug Blut bekommt. Lass das noch am selben Tag ärztlich abklären.
Ist die Schaufensterkrankheit heilbar? Nein, die Arterienverkalkung dahinter ist nicht heilbar. Mit Gehtraining, Rauchstopp, Medikamenten und gegebenenfalls einem Eingriff lassen sich Beschwerden aber lindern, das Fortschreiten oft aufhalten und Folgeschäden vermeiden.
Was bedeutet Endstadium bei der Schaufensterkrankheit? Gemeint sind die Stadien III und IV: Schmerzen in Ruhe oder offene Stellen und abgestorbenes Gewebe. Dann ist das Bein bedroht, und laut Leitlinie soll ein Team aus verschiedenen Fachrichtungen schnellstmöglich über einen Eingriff zur Wiederherstellung der Durchblutung entscheiden.
Bin ich mit pAVK von Herzinfarkt und Schlaganfall bedroht? Das Risiko ist erhöht, weil die Arterienverkalkung meist auch Herz und Gehirn betrifft. Laut gesund.bund.de sterben pro Jahr etwa 3 von 100 Menschen mit pAVK, meist an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Deshalb gehört die Behandlung von Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und der Rauchstopp in jedem Stadium dazu.
Sind Krampfadern und Schaufensterkrankheit das Gleiche? Nein. Krampfadern betreffen die Venen, die Schaufensterkrankheit die Arterien. Beides kann gleichzeitig vorkommen, wird aber verschieden behandelt. Bei einer fortgeschrittenen pAVK kann zum Beispiel Kompression, die bei Venenleiden hilft, schaden.
Darf ich mit pAVK Kompressionsstrümpfe tragen? Nur nach ärztlicher Prüfung. Bei fortgeschrittener pAVK ist Kompression laut Leitlinie eine Gegenanzeige. Bei weniger ausgeprägter pAVK kann eine angepasste Kompression mit geringerem Druck bei klarer Indikation unter ärztlicher Kontrolle möglich sein.
Wie LEVANA Dich begleitet
LEVANA ersetzt keine Untersuchung der Durchblutung. Wenn Deine Ärztin oder Dein Arzt Dir ein Gehtraining empfohlen hat, kann Dich die App mit Erinnerungen an Bewegung im Alltag begleiten. Bei plötzlich starken Schmerzen im Bein, einem blassen oder kalten Bein, Taubheit oder Lähmung zählt nur der Notruf 112.
Quellen
Alle abgerufen am 6. Oktober 2026.
- AWMF S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (065-003), Version 4.3 vom 25.11.2024: Fontaine-Stadien (Tabelle 3-1), Ruheschmerz, ABI (Empfehlung 3.6, Tabelle 3-4), Differenzialdiagnose der Claudicatio (Tabelle 3-7), Basisbehandlung und stadienadaptiertes Vorgehen (Kapitel 4.1), Empfehlung 4.2, Gehtraining (Empfehlungen 4.23 bis 4.25), Dauer der konservativen Therapie
- Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de: Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK): Anzeichen, Ursache, Risikofaktoren, Häufigkeit, Verlauf, Sterblichkeit, Fußpflege, Notfall
- AWMF S2k-Leitlinie Kompressionstherapie der Extremitäten (037-005), Version 5.1 vom 16.07.2026: Gegenanzeigen der Kompression (Empfehlung 31), angepasste Kompression bei pAVK ohne kritische Ischämie
- AWMF S2k-Leitlinie Venenthrombose und Lungenembolie (065-002), Version 5.0, 2023: Kompression bei pAVK nur bei eindeutiger Indikation, Warnzeichen unter Kompression
Weiterführende LEVANA-Artikel
- Krampfadern: Ursachen, Symptome und Behandlung
- Chronische Veneninsuffizienz: Therapie und Behandlung
- Kalte Füße: Ursachen und was hilft
- Schwere Beine: Ursachen verstehen
Haftungsausschluss
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei plötzlich starken Schmerzen im Bein, einem blassen oder kalten Bein, Taubheit oder Lähmung wähle sofort die 112.
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